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Station 1: Bedeutung des Wassers

 

Wasser als elementare Voraussetzung für das Leben auf der Erde

Im Wasser ist das Leben entstanden und es ist unser wichtigstes Lebensmittel. Der menschliche Körper besteht zu ca. 60 % aus Wasser. Bestimmte Prozesse im Körper könnten ohne Wasser nicht ablaufen. So z.B. die Regulation der Körpertemperatur oder der Transport von Nährstoffen über das Blut. Gesundheitliche Beeinträchtigungen können bereits bei einem Wasserverlust von nur 10 % auftreten, ein Wasserverlust von 20 % kann tödlich sein. Aber nicht nur die Wassermenge, die wir zu uns nehmen, ist von großer Bedeutung, sondern auch die Wasserqualität. Es sollten keine Giftstoffe oder gefährliche Keime im Trinkwasser enthalten sein.

... für die Landschaft

Das Wasser ist ein prägender Faktor in Bezug auf die Landschaft. Neben dem Sprengen von Gesteinen sind das Erodieren von Böden oder das Einschneiden und Füllen von Tälern einige der vielfältigen Fähigkeiten. Die Wirkung von Wasser kann sowohl Vor- als auch Nachteile bergen. Durch Überschwemmungen können einerseits Not und Elend hervorgerufen werden, andererseits jedoch wird das Land auch fruchtbar. Die deutsche Landschaft wurde in der Eiszeit im Wesentlichen durch Gletscherbewegungen, später durch die Schmelzwasserströme geprägt. Auch heute unterliegt die Landschaft einem permanenten Wandel. Küsten und Insellandschaften werden u.a. durch den Klimawandel und dem damit einhergehenden Anstieg des Meeresspiegels verändert.

 

Grundwasser

Das Grundwasser ist die wichtigste Ressource für den Menschen und die Natur. Viele Men­schen glauben jedoch, dass unser Grundwasser ein unerschöpfliches Wasser­vor­kommen unter der Erde ist. Dass diese Meinung falsch ist, wird bei der Betrachtung der vor­kom­menden Wassermenge auf der Erde deutlich.

Abb.: Bedeutung des Wassers (xxx)

Insgesamt gibt es ca. 1,4 Milliarden km³ Wasser auf der Erde. Davon sind 96,5 % Salz- und Brackwasser und somit nur 3,5 % Süßwasser. Vom Süßwasser sind wiederrum ca. 69,6 % in Gletschern und Eiskappen gebunden, 30 % sind Grundwasservorkommen, etwa 0,1 % sind in Bodenfeuchte, Grundeis in Dauerfrostgebieten und Sumpfwasser vorhanden und lediglich 0,3 % sind als See- und Flusswasser verfügbar [Griebler & Mösslacher 2003, S.19]. Somit wird ersichtlich, dass Grundwasser durchaus eine erschöpf­liche, wertvolle und somit schützenswerte Ressource ist.

Grundwasser wird als „unterirdisches Wasser, das die Hohlräume der Erdrinde (Poren, Klüfte u. dgl.) zusammenhängend ausfüllt, unter gleichem oder größerem Druck steht, als er
in der Atmosphäre herrscht und dessen Bewegung durch Schwerkraft und Reibungskräfte bestimmt wird“ [Griebler & Mösslacher 2003, S.19], beschrieben.

Gemäß dem Wasserhaushaltsgesetz (WHG) sind „die Gewässer als Bestandteil des Naturhaushalts, als Lebensgrundlage des Menschen, als Lebensraum für Tiere und Pflanzen sowie als nutz­bares Gut zu schützen“ [§1 WHG]. Dies trifft nach § 2 WHG auch auf das Grundwasser zu. Zudem ist eine Verschlechterung der vorhandenen Menge des Grundwassers, ebenso wie dessen chemi­scher Zustand, zu vermeiden [§ 47 Abs. 1 Nr. 1 WHG.].

 

Beeinträchtigungen des Grundwassers

Dennoch kommen durch die zunehmende Versiegelung in den Städten und der ent­ste­henden Schadstoffbelastung des versickernden Niederschlagswasser intensive Probleme auf. Zu­sätzlich besteht durch die lokale Überbeanspruchung sowie viel zu hohen Wasser­entnahmen (vor allem in Ballungsräumen) eine Diskrepanz zwischen dem Wasserdargebot und dem Wasserver­brauch. Neben dem häufigen Bedarf einer Überbrückung größerer Ent­fer­nungen bei der Förderung und Verteilung des Grundwassers, kommt es zu einer Inten­sivierung kon­kurrierender Raumnutzungen durch die Landwirtschaft, der Verkehrs­infra­struktur und der Industrie [Schmitt 2011, pp. 3-1].

Um dem Schutz und Erhalt des Wasservorkommens gerecht zu werden, bedarf es für die zuvor erwähnten Probleme entsprechender Maßnahmen. Dies sind insbesondere die Redu­zierung des Wasserverbrauchs sowie die Sicherung des Wasserdargebots. Dazu gehören die Sicherstellung der Abwasserreinigung, Einschränkung der Versiegelung, Maßnahmen in der Landwirtschaft und die Ausweisung von Wasserschutzgebieten sowie Wasservorrang- und Vorbehaltsgebieten [Schmitt 2011, pp. 4-18].

 

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