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Station 2: Der Wasserkreislauf

Der natürliche Wasserkreislauf ist einer der wichtigsten Stoffkreisläufe auf der Erde. Die Sonne bildet dabei den Motor des Kreislaufs. Ohne sie kann das Wasser nicht verdunsten. Es würden sich keine Wolken mehr bilden und keinen Niederschlag fallen. Das Wetter, vor allem der Niederschlag und die Sonne, bildet demnach eine wichtige Grundlage für den Wasserkreislauf

Der Niederschlag, wird zum einen verdunstet und zum anderen in den Abfluss geleitet. Der Abfluss unterschiedet sich nochmals in oberirdischen Abfluss (Flüsse, Seen u. a. Gewässer) und unterirdischer Abfluss (Versickerung in das Grundwasser). Der Niederschlag, der im Wald nieder geht, gelangt nur zu einem kleinen Teil direkt den Boden. Ein Großteil erreicht zuerst die höchste Vegetation, die Bäume. Von da aus tropft er dann auf die niedrigere Vegetation herab. Erst dann trifft er auf die Erdoberfläche. Die Wassertropfen gelangen durch diesen Mechanismus zeitverzögert auf die Bodenoberfläche, lange nachdem es aufgehört hat zu regnen. Der Niederschlag kann durch den sehr saugfähigen Waldboden sogar an Hängen mit starker Neigung vergleichsweise rasch aufgenommen werden. Aufgrund dessen ist der Wald ein enormer Wasserspeicher. Ausschließlich ein kleiner Anteil des Niederschlags läuft rasch oberirdisch ab, sodass sich Bäche und Flüsse bilden. Im Wald vollzieht sich auch die Verdunstung verzögert. Die Blätter, Nadeln und Zweige der Bäume und Sträucher halten einen Teil des Niederschlags, bis dieser mit der Zeit verdunstet. Aber auch die Pflanzen nehmen einen Teil des versickerten Niederschlags auf und geben diesen durch Transpiration wieder an die Luft ab. Dies geschieht über einen längeren Zeitraum auch außerhalb der Regenperioden.

Die beschriebenen Vorgänge erfahren eine grundlegende Änderung, sobald es zu einer Rodung des Waldes kommt. Dadurch kann der Niederschlag direkt und unverzögert auf den Erdboden fallen. Durch die begrenzte Aufnahmefähigkeit des Bodens versickert  lediglich ein geringer Teil des Wassers. Der Großteil geht in den oberirdischen Abfluss über und transportiert dabei Bodenbestandteile. So kommt es zu einer verringerten Grundwasserbildung und durch die direkte Verdunstung an der Erdoberfläche zu ausgetrockneten Böden [Bibliographisches Institut GmbH 2012, o. S.].

Abgesehen von der Verdunstung des Wassers durch die Vegetation geschieht dies auch über die Oberflächengewässer (Flüsse, Seen, Meere, etc.). Die Sonne erhitzt die Gewässer, wodurch die Wasseroberfläche in Wasserdampf umgewandelt wird. Aufgrund der geringeren Dichte im Gegensatz zur Luft, steigt der Dampf auf. In größeren Höhen beginnt dieser zu kondensieren und Wolken zu bilden. Je mehr Wasserpartikel sich in einer Wolke befinden, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit des Niederschlags. Ist eine Wolke schwer und dicht genug, regnet es. Der Kreislauf beginnt von neuem.

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