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Station 2: Das Waldklima

 

Wodurch wird das Waldklima beeinflusst?

Lufttemperatur und Wind

Im Wald ist die Lufttemperatur im Sommer kühler als z.B. auf einer Wiese. Das ist darauf zurückzuführen, dass nur ein kleiner Teil der Sonnenstrahlen durch die Blätter auf den Boden gelangt. Der Waldboden liegt die meiste Zeit des Tages im Schatten. Die Windgeschwindigkeit und die Sonneneinstrahlung im Wald sind verringert. Das kommt daher, weil der Wind an jedem Baum oder Strauch ein wenig abgebremst wird. Selbst an windigen Tagen kann es also vorkommen, dass es  in einem dichten Wald in Bodennähe nahezu windstill ist. 

 

Luftfeuchtigkeit

Die Luftfeuchtigkeit ist im Wald deutlich erhöht. Das kommt daher, dass die Bäume über ihre Blätter ständig Wasser verdunsten lassen. Eine ausgewachsene Buche kann auf diese Weise so viel Wasser  an die Umgebung abgeben, dass sechs Badewannen gefüllt werden können. Wenn der Waldboden mit Pflanzen bewachsen ist, wird die Luftfeuchtigkeit zusätzlich erhöht, da diese ebenso wie die Bäume über die Blätter Feuchtigkeit abgeben. Früh morgens, wenn es dunstig ist, kann man diese Feuchte sehen.

 

Niederschlag

Der Regen fällt auf das Kronendach der Bäume und die Regentropfen sammeln sich auf den Blättern. Wenn der Regen sehr stark ist, fließen die Tropfen über die Äste den Stamm hinunter. Nur ein kleiner Teil tropft von den Blättern direkt auf den Boden. Bei Regen wird man im dichten Wald also weniger nass als im Umland.

Wenn im Winter Schnee liegt, bleibt dieser auf dem Waldboden länger liegen als auf dem Feld oder in der Stadt. Besonders gut zu beobachten ist das in Nadelwäldern, da diese im Frühling viel Schatten spenden.

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