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Station 4: Ökologisches Gleichgewicht

 

Allgemeine Infos

Das Gleichgewicht ist für die Menschen wie für die Natur ein wichtiger Bestandteil. Nur durch ein stabiles Gleichgewicht kann sich ein funktionsfähiger und gesunder Wald entwickeln. Massive Eingriffe von außen können ungeahnte Folgen haben und den Wald aus seinem ökologischen Gleichgewicht bringen. Eingriffe in den Wald, wie z.B. die Abholzung zur wirtschaftlichen Nutzung von Holz oder die Rodung ganzer Waldstücke zur landwirtschaftlichen Nutzung des Bodens, nehmen den Tieren die Lebensgrundlage. Dies kann sogar so weit führen, dass manche Arten vom Aussterben bedroht sind.

Funktionsweise der Station

Teste dein Gleichgewicht, indem du über die Hindernisse balancierst. Es ist gar nicht so einfach. So wie du aus dem Gleichgewicht gerätst, wenn sich jemand schubst, kann auch der Wald durch menschliche Einflüsse aus dem Gleichgewicht geraten.

 

1.Allgemeines

Die Ökologie ist ein Teilgebiet der Biologie. Sie untersucht die Wechselbeziehungen zwischen den Lebewesen und ihrer Umwelt. Unter dem Begriff „Umwelt“ wird in der Ökologie die Gesamtheit aller Faktoren verstanden, die auf ein Lebewesen einwirken und bedeutsam für sein Leben sind. [www.schuelerlexikon.de]

2.Ökologisches Gleichgewicht

Es bestehen vielfältige inner- und zwischenartliche Wechselbeziehungen zwischen den Organismen einer Lebensgemeinschaft. Konsumenten erster, zweiter und dritter Ordnung (Pflanzenfresser, Fleischfresser), also höhere Glieder der Nahrungskette, können immer nur dann existieren, wenn ihre artspezifische Nahrung von anderen Mitgliedern hergestellt bzw. gebildet wird.

Das Ökosystem des Waldes setzt sich aus vielen verschiedenen Teil-Lebensräumen zusammen. Es bestehen Verknüpfungen zwischen den hier existierenden Nahrungsketten und den Nahrungsnetzen anderer Teil-Lebensräume des Waldes.  Die vielseitigen Beziehungen, die zwischen Produzenten, Konsumenten und Destruenten (Organismen, die organische Substanzen abbauen, wie z.B. Bakterien und Pilze) vorhanden sind, laufen parallel nebeneinander ab.

Das ökologische Gleichgewicht ist das Ergebnis vieler gleichzeitig ablaufender Vorgänge in den Teil-Lebensräumen. Diese werden ständig von Störungen beeinträchtigt, wie beispielsweise das Umstürzen alter und morscher Bäume oder Überschwemmungen, die stets Kettenreaktionen auslösen. In den vielen Teil-Lebensräumen herrscht eine relative Stabilität, die durch die ständig schwankenden abiotischen und biotischen Faktoren hervorgerufen wird. Diese relative Stabilität des Ökosystems wird auch ökologisches Gleichgewicht genannt.

Das ökologische Gleichgewicht ist durch das Prinzip der Selbstregulation begründet. Je artenreicher die Lebensgemeinschaft bzw. das Ökosystem ist, desto stabiler ist es. Natürliche Prozesse, wie beispielsweise Naturkatastrophen, können die Stabilität von Ökosystemen stören. Aber vor allem durch Auswirkungen der menschlichen Tätigkeit wird sie gegenwärtig beeinträchtigt. Durch diese Tätigkeiten kann ein Ökosystem sogar zusammenbrechen. Aufgrund dessen sind der Erhalt und der Schutz von Ökosystemen eine der wichtigsten nationale und internationale Aufgaben. [www.schuelerlexikon.de]

3.Nahrungspyramide

Nahrungsbeziehungen
In Ökosystemen kommen eine Vielzahl unterschiedlicher Abhängigkeiten und Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Faktoren vor. Kommt es zu einer Störung dieser, kann das Ökosystem beeinträchtigt werden. Eine besondere Bedeutung fällt den Nahrungsbeziehungen zu.

Die Nahrungsbeziehungen können in Nahrungsketten und Nahrungsnetze unterschieden werden. Eine Nahrungskette ist eine lineare Reihe von Organismen, die ernährungsbedingt voneinander abhängig sind. In Nahrungsnetzen ernähren sich die Individuen einer Art oft von Individuen mehrerer anderer Arten. Ein Nahrungsnetz setzt sich aus verschiedenen miteinander verbundenen Nahrungsketten zusammen. [www.schuelerlexikon.de]

4. Produzenten, Konsumenten, Destruenten

Organismen, die Chlorophyll besitzen (einige Bakterien, Algen, Moos-, Farn- und Samenpflanzen), stehen grundsätzlich am Anfang von Nahrungsbeziehungen. Diese können organische Stoffe, z. B. Traubenzucker, aus anorganischen Stoffen abbauen. Durch diesen Prozess geben sie Sauerstoff ab. Sie werden daher Produzenten (Erzeuger) genannt.

Lebewesen ohne Chlorophyll sind von den organischen Stoffen, die die Produzenten erbringen, als Nahrung abhängig. Lebewesen, die diese Stoffe konsumieren (u. a. der Mensch, die Pilze, die Tiere)  werden deshalb Konsumenten (Verbraucher) genannt.

Die Gruppe der Konsumenten werden in drei sogenannte Ordnungen unterteilt. Pflanzenfresser gehören zu den Konsumenten erster Ordnung, da diese sich direkt von den Produzenten, den Pflanzen, ernähren. Tiere, die sich von den Pflanzenfressern ernähren, gehören zur zweiten Ordnung. Sie werden auch Fleischfresser genannt. Konsumenten dritter Ordnung ernähren sich wiederrum von Konsumenten zweiter Ordnung.

Organismen, die organische Stoffe wieder zu anorganischen Stoffen abbauen, werden Destruenten (Zersetzer) genannt. Die Nahrungsgrundlage dieser Organismen besteht hauptsächlich aus toten Organismen bzw. aus Ausscheidungen der Organismen. Die toten Überreste aller Organismenarten werden durch die Destruenten abgebaut und in anorganische Stoffe (z. B. Wasser, Kohlenstoffdioxid, Mineralstoffe) zerlegt. Diese werden im Boden und Wasser freigesetzt und können so durch die Produzenten als Nährstoffe wieder aufgenommen werden. Der vielfältigen Lebenstätigkeit der Destruenten kommt somit eine enorme Bedeutung in einem Ökosystem zu. [www.schuelerlexikon.de]

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